Die Novo Nordisk Foundation stattet einen von ihr geschaffenen Startup-Inkubator mit zusätzlichem Kapital aus, um Innovation und Unternehmertum in Dänemark und Europa zu stärken.
Die Stiftung gab am Donnerstag bekannt, dass sie dem BioInnovation Institute (BII) bis zu 5,5 Milliarden Dänische Kronen (etwa 850 Millionen US-Dollar oder 736 Millionen Euro) zur Verfügung gestellt hat. Die Finanzierung läuft von 2026 bis 2035. Dieses Kapital wird es BII ermöglichen, in neue strategische und geografische Bereiche zu expandieren und mehr Unternehmer und Start-ups zu unterstützen, so die Stiftung.
Die Novo Nordisk Foundation ist vielleicht vor allem als Mehrheitsaktionärin des Pharmaunternehmens Novo Nordisk bekannt, doch ihre Mission ist weiter gefasst: die Förderung der menschlichen Gesundheit. Eine Möglichkeit, diese Mission zu erfüllen, besteht darin, Innovationen zu unterstützen. Die Stiftung gründete BII im Jahr 2018 und bietet Programme und Finanzmittel zur Unterstützung von Startups in den Bereichen Biowissenschaften und Deep Tech an. Im Jahr 2020 ist BII als unabhängige Organisation aus der Stiftung hervorgegangen. Seit 2018 hat BII nach eigenen Angaben 131 Startups unterstützt. Diese Unternehmen haben daraufhin 1 Milliarde Euro (ca. 1,16 Milliarden US-Dollar) an externer Finanzierung aufgebracht.
Trotz des Erfolgs junger Unternehmen, die BII-Unterstützung erhalten haben, hinkt Europa nach Angaben der Stiftung anderen Regionen immer noch hinterher, wenn es darum geht, Entdeckungen in bahnbrechende Innovationen umzusetzen. Die zusätzliche finanzielle Unterstützung durch die Stiftung soll sicherstellen, dass der BII-Innovationsmotor in Kopenhagen so skalieren kann, dass er Europa breit unterstützt.
Mit dem neuen Kapital erwartet BII, die Zahl der Startups, die es jedes Jahr unterstützt, zu erhöhen. Ein Schwerpunkt wird weiterhin auf Start-ups im Bereich Life Science und Biotechnologie liegen. BII wird aber auch auf neue Bereiche wie künstliche Intelligenz ausgeweitet.
„Wir geben BII die Möglichkeit, seine Reichweite zu erweitern und seine Position als europäisches Innovationskraftwerk weiter zu stärken“, sagte Mads Krogsgaard Thomsen, CEO der Novo Nordisk Foundation, in einer vorbereiteten Erklärung. „Dies wird sich als entscheidend erweisen, um sicherzustellen, dass noch mehr Wissenschaft in neue Unternehmen, Arbeitsplätze und Lösungen umgesetzt wird, die den Menschen und unserem Planeten zugute kommen – und letztendlich das Wachstum und die Unternehmerkultur vorantreiben, die der europäischen Wettbewerbsfähigkeit zugute kommen werden.“
Foto: BioInnovation Institute/Esben Zøllner Olesen




